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Liebe Alexandra, Hallo Emmachen mein Schatz,


wie schnell doch Weihnachten wieder vor der Tür steht. Ich bin erstaunt. Die Zeit seit September ist wie im Fluge vergangen. Gefühlt war ich Gestern noch auf der A7, Rückkehr von Sylt bei 17 Grad und Heute? Ein Grad Minus und Heilig Abend.

Unten im Café habe ich gerade klar Schiff gemacht. Anja, Thorsten, Alexander und der Schröder waren da. Ewa ist kurz reingeschneit. Kunden? Nein natürlich nicht, hielt sich den ganzen Monat in Grenzen oder wie Loriot es sagen würde, „sehr übersichtlich angeordnet.“


Mitte Dezember habe ich das Café Weihnachtlich geschmückt, ja, natürlich auch mit einem Weihnachtsbaum, versteht sich ja von Alleine. Den Baum wie immer von der Plantage aus Heinsen. Traditionen soll man nicht brechen. Er ist Schön geworden, ich glaube Du wärst Stolz auf mich gewesen. Zu erst wollte ich unsere Wohnung schmücken aber dann dachte ich mir, das würde eh keiner sehen und unten können sich noch andere erfreuen. Anja hat ganz viele Bilder gemacht. Am zweiten Weihnachtstag werde ich öffnen, Heiko und Dennis wollen vorbei kommen, ein letztes mal das ich mit der Weihnachtsdeko ein wenig flexen kann. Tja, und dann ist auch bald das Jahresende. Gebe zu das ich mich ein wenig davor fürchte. A little bit. Naja, andere mussten da auch durch. Trotzdem, mit unseren Wesersteine habe ich dann auch das Letzte verloren was mir wichtig war. Vorteil, was soll jetzt noch kommen was nicht schon weg ist?!? (Schrieb er und es kam was)


Das ist das erste Weihnachtsfest Alleine, hm.. so ganz behagen tut es mir nicht. Letztes Jahr hat Emma mich noch begleitet, dieses mal empfing mich eine unangenehme Stille als ich die Wohnung betrat. Mein Tinnitus gibt sich aber größte Mühe Diese zu unterbrechen. Den Rest schafft eine Dauerschleife mit Jan Delay. Diesmal bin ich aber darauf vorbereitet, etwas Trauer zu den Feiertagen habe ich erwartet aber es ist nicht mehr soviel das mir die Decke auf den Kopf fällt. Dennoch, ich vermisse Euch schon ein wenig, wenn einer Weihnachten zelebrieren konnte dann Du. Letztes Jahr habe ich das weiterführen können. Dieses Jahr. Nun, ich habe etwas Wein neben dem PC stehen. Irgendwie schmeckt der aber echt gruselig. Gibt man noch Frostschutzmittel bei? Eine Kerze als Beleuchtung, mehr braucht es gerade nicht. Bin ich Glücklich? Nein, aber zufrieden so wie es läuft, trotz aller Rückschläge. Denn irgendwie bin ich der Meinung es muss doch irgendwann einmal der Moment der Kehrtwende kommen. Zumindest arbeite ich dran.


Ach was positives, ich kann wieder sehen, fast einen Monat war ich Zuhause eingesperrt weil ich doppelt sah, nachdem ich Nummernschilder mit sechsstelligen Zahlen sah und ich mir nicht mehr sicher war, welches jetzt eine reale Leitplanke war, habe ich die ´Reißleine ziehen müssen. Eine neue Brille mit Prismen. Aber dafür musste ich auch erst das Geld ansparen. Ja ich weiß, Alex, schwierig wenn ich nicht los fahren kann um auch das nötige Geld zu verdienen. Jetzt sehe ich wieder wie ein Luchs, meine Optikerin hat mir einen persönliche Seeschule angeboten ab nächsten Jahr. Cool, Danke dafür Frau S.

Ich habe wieder TÜV, Kommentar der Werkstatt, Jetzt können Sie wieder 4,5 Jahre bedenkenlos fahren, der Audi hinkte wohl etwas hinterher. Aufgebaute Reserven sind zwar verschwunden aber, was für eine Wohltat an Polizeistreifen vorbei fahren zu können ohne schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Meine Arbeitskraft ist mir geblieben, Prosoda kann ich forcieren und eigentlich könnten meine Zukunftsaussichten auch schlechter sein, zwei drei Jahre kleine Brötchen backen werden aber vor mir liegen, gut das ich keine gute Partie mehr sein muss.



Im September habe ich wieder vor Euch zu besuchen. Ich freue mich schon, vielleicht mache ich wieder eine etwas größere Reise daraus, weiß es aber noch nicht so genau, bis dahin fließt noch einiges an Wasser die Weser hinab.


Du musst Dir echt keine Sorgen um mich machen, Alexandra. Ich weiß wie oft Du sorgenschwer wach gelegen hast, das Leben gehört jetzt nicht mehr zu Deinem Kummer, dass brauchst Du nun nicht mehr. Ich selber halte eigentlich ganz gut durch, das Pflaster auf meiner Wunde hält noch, gebe zu das ich es, ab und an noch einmal fest auf die Haut drücken musste. Bin aber zuversichtlich das der Kleber nicht nach lässt.

Weißte Alexandra, es hätte doch wirklich anders mit Uns Drei kommen sollen. Wie sehr hätte ich mir das Gewünscht, Unser Plan des Glücks ist ja nun komplett in die Hose gegangen und so richtig viel von Leben erwarte ich nicht mehr und dennoch, ich will das Beste daraus machen, versprochen.

Also Deal? Du macht Dir keine Sorgen mehr und ich versuche mein Möglichstes.


So mein Schatz, gebe unseren Herzensdieb noch ein Kuss auf die Nase obwohl Sie das sicherlich hassen wird und wahrscheinlich musst Du mit Emma auch noch einmal raus. Nichts was ich Dir abnehmen könnte. Ich mache mich jetzt Bett fertig und dann habe ich diesen Tag auch überstanden.

Wir Drei sehen uns in September wieder, mein Wort darauf.


Und wieder, solange ich Lebe solange werdet Ihr geliebt.


Maik

 
 
 

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